Die Hortensie, eine Pflanze mit spektakulären Farben: wie man sie im Topf anpflanzt und mit wenigen simplen Hangriffen zum Wachsen bringt

Ihr wollt eine blühende, schöne und üppige Pflanze, habt aber keinen Garten oder Außenbereich? Kein Problem: Die Hortensie könnte das Richtige für euch sein! Mit ihren lebhaften und spektakulären Farben ist die Hortensie eine Pflanze, die sich sehr gut zum Einpflanzen in einem Topf und daher für die Wohnung oder die Terrasse eignet. Um eine schöne Pflanze zu erhalten, muss man mit der Wahl der Sorte beginnen, wonach es gilt, die Art Blumentopf und Blumenerde zu selektieren, die sich am besten für ihre Bedürfnisse eignen. Beachtet, dass einige Hortensiensorten sehr groß werden können und folglich passende Töpfe brauchen. Ratsam ist die Verwendung von Blähton oder Kies auf dem Boden des Topfes und das gleichzeitige Weglassen eines Untersetzers, da man sonst das Risiko eingeht, einen übermäßigen Wasserstau zu verursachen. Die Hortensie ist eine „einfache“ Pflanze, die ein bisschen zu allen passt, es genügt, einige wenige simple Ratschläge zu befolgen!

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Wenn ihr zu einer Baumschule geht und mit einer hübschen Hortensie nach Hause zurückkehrt, ist das Erste, an das ihr denken müsst, ihr einen schönen Platz zu finden, wo sie Licht, aber auch Schatten abbekommt. Wie viele andere Pflanzen mag die Hortensie keine direkten Sonnenstrahlen, lebt jedoch ganz klar im Licht – ein schöner Bereich im Halbschatten ist ideal! Die Hortensie wächst in saurem Boden gut, also in Boden mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 6,5. Ihre wunderschönen Farben sind oft von der Säure des Bodens abhängig: Hortensien mit zu Rosa und Granatrot tendierenden Blumen lieben einen hohen pH-Wert, also 6 und manchmal sogar 7, während Hortensien mit zu Blau tendierenden Blumen einen sehr sauren pH-Wert bevorzugen, also 4 und 5. Versucht daher, den Boden gemäß der Farbe eurer Hortensie zu verändern und zu verbessern; die Pflanze wird es euch nicht nur danken, ihr erhaltet auch mit Sicherheit optimale Ergebnisse.

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Im Winter wird sie euch nicht viele Probleme bereiten, während ihr in den wärmsten Monate auf die Sommerhitze werdet achten müssen, da diese Pflanze hohe Temperaturen nicht mag. Wenn ihr also beschließt, sie zu Hause zu halten, stellt sicher, sie auch im Winter von etwaigen Wärmequellen fernzuhalten. Beschafft euch, um die Hortensie umzutopfen, nachdem sie gekauft wurde, einen großen Topf, der einen Durchmesser von mindestens 40 cm hat, und verteilt ein wenig Blähton auf dem Boden. Nun seid ihr dazu bereit, sie umzutopfen, und genau jetzt werdet ihr ihr dichtes Wurzelsystem bemerken: Zerschlagt die Wurzeln, quasi um sie aus dieser beengten Lage zu „befreien“, bevor ihr die Pflanze in ihren neuen Topf transferiert! Es handelt sich um einen sehr wichtigen Übergang, da sie im gegenteiligen Fall Mühe haben wird, ihre Wurzeln auszubreiten, und schnell verkümmert. Positioniert die Hortensie nicht zu tief, sondern direkt auf die Erde (damit vermeidet ihr es, die Wurzeln beim Gießen verfaulen zu lassen).

Beim ersten Mal Gießen muss es reichlich Wasser sein, dann solltet ihr es auch der Jahreszeit gemäß regulieren. Denkt im Sommer daran, einmal am Tag zu gießen, um der Hitze entgegenzuwirken. Achtet jedoch darauf, die Blätter nicht nass zu machen, sonst könntet ihr euch mit einem seltsamen weißen Pulver wiederfinden, ein offensichtliches Zeichen von Pilzbefall.

Der erste Zweig, den es abzuschneiden gilt, wenn man im Winter einen Hortensiensteckling kultivieren möchte

Was die Düngung betrifft, wird zu Flüssigdünger geraten, der mindestens einmal in der Woche dem Gießwasser beigefügt wird. Die Kultivierung erfolgt dagegen durch einen Steckling und ist ziemlich simpel. Wie man zum Steckling kommt? Ein Steckling kann zwischen Juni und August aus dem frischen und grünen Trieb der (keine Blüten tragenden) Pflanze hergestellt werden oder während der vegetativen Ruhezeit der Pflanze, die gemäß dem Ort, an dem man sich befindet, zwischen Oktober und Dezember liegen kann. In letzterem Fall schneidet man einen halbholzigen Steckling ab, also von einem holzigen Teil des Triebes, der nicht blüht. Im Fall des Sommerstecklings geht ihr so vor: Schneidet einen Trieb an einer Höhe von etwa 30 cm ab, danach schneidet ihr den Trieb ein weiteres Mal, sobald ihr den ersten Knotenpunkt ermittelt habt (wo unten die beiden Blätter wachsen). Entfernt auch die beiden Blätter und fasst alle anderen mit einer Hand zusammen, damit ihr den unteren Teil der übrigen Blätter abschneiden könnt. An diesem Punkt sollte euer Trieb mehr oder weniger so aussehen und ist bereit dafür, in ein Glas mit 2 bis 3 cm Wasser gestellt zu werden:

Ein netter kleiner Trick, um euren Steckling besser Wurzeln entwickeln zu lassen: eine halbe Aspirin benutzen! Denkt daran, das Wasser jeden zweiten Tag zu wechseln (und dabei die Aspirin zu ersetzen), und zwar über einen Zeitraum von mindestens 40 Tagen. Nach ein paar Monaten werdet ihr die Entwicklung einiger kleiner Wurzeln bemerken – jetzt ist der Moment gekommen, einen geeigneten Topf mit der richtigen Blumenerde vorzubereiten. Denkt immer daran, dass der Steckling eine Pflanze hervorbringen wird, die identisch mit der Mutterpflanze ist, wenn ihr euch also in die Hortensie des Nachbarn verliebt habt, könnt ihr sie euch mit dieser einfachen Technik „klauen“!